Beschwerde gegen Bewerbung von Winterbach um Windkraftstandort WN-34 Goldboden

Die Gemeinde Winterbach hat sich um den Windkraftstandort WN-34 Goldboden, östlich von Manolzweiler, beworben. Sie möchte dort bis zu drei Windkraftanlagen errichten. (Die Siventis GmbH aus Vöhrenbach plant westlich von Manolzweiler, am Standort WN-33 Nonnenberg, zwei Windkraftanlagen; Stand 10/2013).

Informationen zum Standort  hier

Die Bürgerinitiative PRO SCHURWALD sieht hierin mehrere Verstöße gegen die Gemeindeordnung und hat deshalb das Landratsamt Waiblingen gebeten, dieses Vorhaben zu überprüfen.

Die Gemeinde Winterbach hat noch im Herbst 2012 eine mögliche Umzingelung von Manolzweiler durch Windkraftanlagen kritisiert und um Prüfung der Standortplanung gebeten. Jetzt möchte sie sich sogar aktiv an dieser Umzingelung beteiligen.

Der Einstieg in die Stromerzeugung mit Windkraft ist für die Gemeinde ein vollkommen neuer Geschäftszweig. Bisher hat sie hierfür öffentlich noch kein Konzept vorgelegt; so ist zu befürchten, dass es auch gar kein Konzept gibt. Ohne ein solches Konzept begibt sich die Gemeinde Winterbach aber auf einen Blindflug mit unübersehbaren Risiken für den Gemeindehaushalt.

Es ist zu erwarten, dass aus dem Betrieb von Windkraftanlagen für die Gemeinde erhebliche und dauerhafte Verluste entstehen werden. In Baden-Württemberg arbeitet bisher kaum ein Windpark mit Gewinn. Wenn aber die Windparks im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb Verluste schreiben, dann wird es im Schurwald kaum besser werden.

Wirtschaftlichkeit

WN-34 Goldboden Hohengehren

Besonders kritisieren wir, dass sich die Gemeinde um einen Standort bewirbt, der noch gar nicht rechtskräftig genehmigt ist. Es handelt sich um einen der umstrittensten Standorte in der Region Stuttgart. Neben vielen Behörden, haben auch über 250 Bürger Einsprüche dagegen vorgebracht. So kann es sein, dass dort gar keine Windkraftanlagen erlaubt werden. Dann wären die Kosten für die Bewerbung in Höhe von 23.000 Euro wohl verloren. Man hätte dieses Geld besser für Schulen, Straßen und Infrastruktur ausgegeben.

Haben sich die Winterbacher Gemeinderäte den Standort überhaupt schon einmal angesehen? Windkraftanlagen sind 200 Meter hohe Industrieanlagen, so hoch wie der Stuttgarter Fernsehturm und der Abstand zur Wohnbebauung in Manolzweiler soll nur 700 Meter betragen. Dies wird einen drastischen Verlust von Lebens- und Wohnqualität nach sich ziehen, nicht nur in Manolzweiler, sondern auch am Engelberg und in Hohengehren und Thomashardt.

Dimension Windkraftanlagen

Gesundheitsgefahren

Immobilienwerte

Auch der Eingriff in die Natur wird gerade an diesem Standort erheblich sein. So befindet sich hier ein bereits 1841 angelegtes Arboretum mit über hundert „Hartigschen Holzarten“, darunter viele Bergmammutbäume. Sollen diese den Windkraftanlagen zum Opfer fallen?

 WN-34 Goldboden Thomashardt

Bei so vielen Ungereimtheiten ist es schon fast nachvollziehbar, dass die Öffentlichkeit im Vorfeld nicht in das Projekt einbezogen wurde. Wir fordern, dass die Gemeinde nun unverzüglich eine Informationsveranstaltung in Manolzweiler durchführt, um über das Projekt zu berichten. Dass hierzu nicht nur die Bevölkerung von Manolzweiler, sondern auch vom Engelberg sowie von Baltmannsweiler und Lichtenwald eingeladen werden, sollte selbstverständlich sein.

Schorndorfer Nachrichten 04.07.2014: Initiative gegen Winterbacher Windkraft

Bild-Impressionen

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Drei Filme aus der Realität des Alltags:

Leben mit Windkraftanlagen Teil 1    Dauer ca. 6 Min.

Leben mit Windkraftanlagen Teil 2   Dauer ca. 6 Min.

Umzingelt von Windrädern   Dauer ca. 6 Min.

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