BI PRO SCHURWALD trifft Regionalräte

Der Verband Region Stuttgart wird im September 2015 die Vorranggebiete für Windkraft in unserer Region beschließen. Deshalb hat unsere Bürgerinitiative die Mitglieder der Regionalversammlung Stuttgart am 07. Juli 2015 zu einem Gespräch über Windkraft eingeladen. 21 Regionalrätinnen und Regionalräte sind unserer Einladung gefolgt, dies ist ein Viertel aller Mitglieder der Regionalversammlung.

Es ist ein Schildbürgerstreich das windarme Baden-Württemberg zu einem Windenergieland machen zu wollen. Genauso gut könnte man Alaska zu einem Weinanbauland machen. Trotzdem ist die Gesetzeslage aber so, dass Windkraftstandorte im Regionalplan ausgewiesen werden müssen. Eine NULL-Planung darf es laut Gesetz nicht geben und der Windkraft muss „substanziell Raum“ gegeben werden.

Dies müssen auch wir als Bürgerinitiative hinnehmen. Wegen der Nutzlosigkeit der Windkraft in Baden-Württemberg und der vielen damit verbundenen Nachteile und Beeinträchtigungen, treten wir deshalb für eine Minimalplanung von Windkraftstandorten ein.

Wir appellierten an die Regionalräte ihren Ermessensspielraum zu nutzen und nur das absolut erforderliche Minimum an Windkraftstandorten auszuweisen. Hierbei sollte insbesondere darauf geachtet werden,  die Zerstörung von Landschaft und Natur und die Vernichtung der Lebens- und Wohnqualität der Menschen zu minimieren. Um diese Ziele zu erreichen, haben wir den Regionalräten konstruktive Vorschläge unterbreitet.

Selbstverständlich sind wir auch auf die besondere Situation auf dem Schurwald eingegangen. Noch ist der Schurwald ein unbelasteter Natur- und Erholungsraum, zukünftig droht er zu einer Windindustriezone zu werden. Vor einigen Jahren wollte man aus dem Schurwald noch einen Landschaftspark machen.  Nun sind hier 10 Windkraftstandorte geplant. Dies würde zwangsläufig zu einer räumlichen Überlastung und Umzingelung von Siedlungen führen. Auch ist der Schurwald durch den Fluglärm bereits stark vorbelastet.

Wir machten deutlich, dass die Bevölkerung dies nicht hinnehmen wird. Fast die Hälfte aller Einsprüche aus der Bevölkerung gegen Windkraftstandorte in der Region Stuttgart betrifft den Schurwald.

ES-04 Probst ist ein Kleinststandort mit einer einzigartigen Aussichtssituation und großer Fernwirkung. Zudem würde der Freizeit- und Erholungsraum um das Naturfreundehaus mit Campingplatz und Wochenendhausgebiet stark beeinträchtigt.

ES-02 Sümpflesberg liegt vollständig im Landschaftsschutzgebiet. Die geringe Windhöffigkeit rechtfertigt nicht dieses aufzuheben. Außerdem käme es hier zu einer erheblichen Galeriewirkung.

Im Bereich von WN-34 Goldboden befindet sich ein Arboretum mit 100 „Hartig´schen Holzarten“, darunter vielen Bergmammutbäumen. Sollen diese den Windkraftwerken zum Opfer fallen? Der Abstand zum nächsten Vorranggebiet WN-33 Nonnenberg beträgt zudem  nur 1,5 km. So wäre Manolzweiler vollkommen umzingelt.

Wir sind sicher, dass unsere Argumente Eindruck bei den Regionalrätinnen und Regionalräten hinterlassen haben und hoffen, dass sie diese bei ihrer Abwägung und Entscheidung entsprechend berücksichtigen.

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